AmeWo vereinen sich Verbindungen zwischen Detroit, Chicago, New York, Berlin und Paris? Nein, es ist nicht der Frankfurter Flughafen, denn Frankfurt ist nur eine weitere Station dieser Aufzählung. Geographisch mag es vielleicht etwas bizarr erscheinen, aber musikalisch sprechen wir hier als Zentrum von Karlsruhe. In der Stadt im weiten Westen vereinen sich die Einflüsse aus all diesen Metropolen im Studio von Kristian Beyer und Frank Wiedemann, zusammen Âme (französisch für „Soul/Seele“). Ihre vom Soul geprägte Mission, weit über die Grenzen konventioneller House Musik hinaus zu forschen, sorgte schon für entsprechende Aufmerksamkeit in Genreübergreifenden DJ-Kreisen.
Mit dem die Messlatte immer höher schraubenden Qualitätsniveau ihrer 12“s, die House, Techno und Broken Beat Floors gleichermaßen rocken, erscheint es als logische Schlussfolgerung, nun eine Sammlung ihrer Gewinner zu veröffentlichen.
Vor fünf Jahren lernten sich Kristian und Frank über Kristians Plattenladen und diverse gemeinsame Gigs kennen. Frank hatte studiotechnisch bereits Erfahrungen mit seinem Projekt Soul FC (Track auf FSOJ Vol.8) gesammelt und Kristian war als notorischer Plattenchecker und DJ unterwegs, bevor sich beide dazu entschlossen, die Regler gemeinsam zu bedienen. Als sporadisches drittes Mitglied gesellte sich später der Berliner Eren Solak dazu, um stellenweise bei den Harmonien und Arrangements auszuhelfen. Kristian fühlte sich schon seit langem von den Stimmen aus Motor City angezogen, die da von Moodyman, Underground Resistance und Carl Craig ausgingen. Darüberhinaus beeinflusste ihn in großer Weise der New York City Sound von Blaze und Metro Area. Auf der anderen Seite lag Franks Spektrum an Inspirationen irgendwo zwischen den Parisern Chateau Flight, dem West London Sound von IG Culture, sowie John Tejada und natürlich Jazzanova.
Âmes Musik ist leicht zugänglich, ohne jemals an Tiefgang, Komplexität und einem charakteristischen Twist zu mangeln. Ihre Inspirationen, wie unterschiedlich sie auch sein mögen, werden geschickt zitiert, ohne jemals kopiert zu werden. Was als B-Seite auf dem Sampler von Soulbrother Dixon´s Off Limits Serie anfing, hat sich von da ab als stetige Erfolgsgeschichte entwickelt. Mit ersten Remixen für das Trüby Trio, Simone Serritella, Jazzanova, Nigel Hayes und Random Factor zeigten die Âme Jungs erneut, wie viele unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten unter dem Dach des Deep House möglich sind. Während wir sprechen wird in Karlsruhe bereits an der Weiterentwicklung und Grenzerweiterung mit neuen Sounds und Strukturen gefeilt. |