Paul BrtschitschBiographie
Geboren und aufgewachsen in Berlin verschlug es Paul Brtschitsch, dessen unaussprechlicher Name übrigens aus dem Kroatischen stammt, im zarten Alter von 10 Jahren mit seiner Familie nach Frankfurt. Geprägt durch die frühen Einflüsse des legendären Frankfurter OMEN Clubs entdeckte er schon bald seine Liebe für elektronische Musik. Er widmete sich dem Djing und spielte regional auf diversen Partys. 1992/93 legte er sich seinen ersten Synthie zu und bastelte von nun an ständig an eigenen Tracks. In den folgenden Jahren sammelte er mehr und mehr an Erfahrungen bis er sich 1995 mit einem Demo Tape an Ata und Heiko vom Delirium wandte. Von diesem Zeitpunkt an ging alles Schlag auf Schlag. Gerade durch seinen damaligen Job bei Neuton konnte er noch mehr Kontakte knüpfen und so veröffentlichte er Ende 1995 seine erste Platte unter dem Pseudonym "Analog Confusion" auf dem damals neu gegründeten Label Tritone. Minimalismus pur, die alte Schule von Jeff Mills sozusagen.
So kam es dann auch, dass er in den folgenden Monaten an manchen Tagen bis zu 15 Stunden im Studio verbrachte und an seinen Sounds feilte. In dieser Zeit lernte er André Galluzzi kennen mit dem er dann 1996 das Label Taksi gründete. Richie Hawtin lizensierte den Track Schneesturm (Taksi 07) für sein Label Plus 8 und veröffentlichte die Maxi im Dez 01 mit einem eigenen Remix. Vor kurzem veröffentlichten Paul und André Galluzzi ihr erstes gemeinsames Album "Rundfahrt" und waren im Rahmen der Albumpräsentation auch gemeinsam im In- und Ausland auf Tour. Über die Jahre hinweg produzierte Paul nicht nur mit André Galluzzi für Taksi sondern veröffentlichte auch verschiedene Platten u.a. auf Force Inc, Ongaku und nicht zuletzt natürlich auf Frisbee. Im Februar 2000 erschien sein erstes Album "Surftronic" bei Frisbee Tracks und bereits 2001 wurde der Nachfolge "Venex" released. "Venex" ist ganz klar eine Fortsetzung und vor allem auch Weiterentwicklung von "Surftronic".
In den letzten Jahren war Paul zu vielen Live Auftritten in ganz Europa unterwegs. Die Erfahrungen die er während den Live Gigs sammeln konnte ließ er in seine Produktionen einfließen. Seine Musik zeichet sich dadurch aus, dass sie ein klar arrangiertes Gesamtwerk mit definiertem Anfang, Mittelpart und Ende ist. "Mir fehlen Emotionen und Arrangements in den heutigen Produktionen" bekennt er offenkundig. Dieser Langeweile entgegnet er mit verspielten Ansätzen aus dem House, Hard-House und Techno-Bereich, exzellenten Grooves sowie einfallsreichen Samples und Instrumentationen. Paul erzählt mit seinen Songs Geschichten, die mehr Platz lassen, als den Cut von einem Track zum nächsten, die mehr bedeuten, als bloß eines von vielen DJ-Tools in der Plattenkiste. |